Natur Pur - Sonne und Segeln satt !
.. und eine tolle Langstreckenregatta - professionell ausgewertet!
Das alles beim Kroatien-Ausbildungstörn 2004 der Segelsparte.
Der Höhepunkt unseres jährlichen Spartentörns ist wie immer die Klub-Regatta. Dieses Jahr war eine lange Strecke von ca. 20 Seemeilen vorgesehen, wieder vorbildlich organisiert von Lothar
Göggelmann.
Die fünf Schiffe fanden sich mehr oder weniger pünktlich um 10.00 Uhr an der festgelegten Startlinie ein. Diese war nördlich des Leuchtturmes Tajan bei der Insel Sipan.
Kurz nach dem Startzeichen
passierten alle Schiffe noch dicht zusammen die schmale Durchfahrt zwischen den Inseln Olipa und Jakljan. Doch dann versuchte jeder Skipper auf seinem eigenen Weg zum Zielpunkt zu kommen. Ein grosser Teil der Regattastrecke wurde
bei 2 - 3 Bft "vor dem Winde" gesegelt. Es war "Kreuzen vor dem Wind" angesagt, damit alle Segel, Genua und Grosssegel, optimalen Windeinfall hatten. Bei dieser Segelstellung machten sich "lange"
Crewmitglieder beliebt, die am ausgestreckten Arm dann noch den Bootshaken halten konnten zum "Ausbaumen" der Genua.
Nach dem immer wieder hektischen Start, bei dem jeder versucht eine optimale Ausgangs- stellung
zur Startlinie zu bekommen, wird es dann im weiteren Verlauf der Regatta viel ruhiger. Wichtig war es dann, den sich ständig ändernden Wind zu beobachten und bei Veränderung sofort darauf mit einer geänderten Segelstellung zu
reagieren. Im ersten Drittel der Regatta konnten die Schiffe sich noch gegenseitig gut beobachten, d. h. man konnte immer sehen, wann der Regattagegner ein Manöver einleitete und was er machte.
Aber dann, ..dann kam, wie wir
sagten, das "Ostseewetter": Es briste auf mit 4 - 5 Wind- stärken und grosse schwarze Gewitterwolken bildeten sich. Im UKW-Schiffsfunk konnte man mithören, wie andere Yachten versuchten diesem Wetter auszuweichen. Nicht
so wir! Wir freuten uns über den zunehmenden Wind, auch wenn er manchmal plötzlich um 180 Grad drehte, wie es unter grossen Wolken üblich ist. Schneller als wir dachten, war dann das Unwetter über uns und sorgte für mehr als eine
halbe Stunde intensiven Regen mit Sicht von nur einigen hundert Metern: Es "kübelte" wie aus Eimern! Jetzt war Zeit für den Skipper die Crew im Cockpit " im Regen stehen zu lassen" und am Navigationstisch den
Rest der Regatta zu überdenken.
Aber alles geht einmal vorüber. Bald lachte die Sonne wieder, wir waren kurz vor unserem "virtuellen Ziel", einer GPS Position, die ca. 1 Seemeile nördlich des Leuchtfeuers zur
Einfahrt in die berühmte Polace-Bucht lag. Dieser Punkt musste im Umkreis von 100 Metern über- segelt werden. Das geht nur mit einer genau durchgeführten GPS-Plottung. Ein "kleine Skipper-Prüfung " war noch vom
Regattaleiter eingebaut worden: Der angegebene Punkt musste um ca. 0,29 Seemeilen nach Osten berichtigt werden. Das lag an dem so genannten Kartendatum der kroatischen Segelkarten. Aber, auch wenn nicht alle dies beachtet hatten,
es änderte nichts an der späteren Reihenfolge der Regattateilnehmer.
Beim Übersegeln des Zielpunktes meldete das jeder Skipper per Funk der Regattaleitung sofort. Dann gab's , je nach Boot, einen "
Regatta-Abschluss-Schluck" und weiter ging's in die Polace-Bucht zum Ankern und Übernachten. Dort übergaben die Skipper an die Regatta- leitung die mitgeplotteten Segeltracks des Regattatages. Damit wurden dann später der
genaue Verlauf und die Zeiten der Regatta ausgewertet ( siehe Bild).
Zwei Tage später, in der Marina Frapa, waren alle fünf Schiffe wieder versammelt. Dort wurde dann die Regatta der Segelsparte mit einem gemeinsamen Essen gefeiert und die vom IBM Klub gespendeten Regattageschenke an alle überreicht. Die gemeinsame Zeit wurde genutzt zum Diskutieren, Nacharbeiten und auch zum Protestieren gegen die Regattaleitung. Die hatte aber im Vorfeld schon richtigerweise festgelegt, dass alle Einsprüche sofort abgelehnt werden würden. Und deshalb gab es dann auch keine!
Zum zweiten Teil der erfolgreichen Regattateilnahme gehörte auch noch das Beantworten von 11 Fragen aus dem seemänischen und technischen Bereich wie auch Fragen zu unserem Urlaubsland Kroatien.
( Anmerkung des Authors: Wer wusste schon, dass Kroatien 1185 Inseln hat, und Nicola Tesla (1856-1943) ein kroatischer Physiker war! )
Resumeé:
Eine super Regatta mit tollem Regattawetter und einer excellenten Vorbereitung und Durchführung. Wer fragt da noch nach dem Ausgang ? Trotzdem hier die Reihenfolge:
S.Y. VELA / Hartmut Lübbert - S.Y. JOANNA / Dieter Breunig - S.Y. GIBOU / Lothar Göggelmann - S.Y. X-FILE / Frank Pade - S.Y. BAKARDI / Gerhard Frank
Hartmut Lübbert

Spartentoern 2004