
Der diesjährige Spartentörn startete mit 19 Teilnehmern auf 3 Segelyachten von 44 bis 46 Fuß Länge in Deutschlands nördlichstem Hafen Flensburg. Die Anfahrt per Bus begann am 1.8. und bereits am nächsten
Mittag konnten wir die Yachten übernehmen. Wie leider üblich wurden wieder einige Mängel an den Schiffen dokumentiert. Am Sonntag, den 3.8. hieß es dann „Leinen los“ mit dem Ziel, Kopenhagen auf Seeland. Bei
frischen westlichen Winden aus West ging es über Ǻrøsund und Middelfart nach Ballen auf Samsø. Hier lagen alle 3 Yachten im Päckchen an der SY „Peter von Seestermühe“ und einige unserer Mitsegler wurden
überschwänglich vom Skipper begrüßt, hatten sie doch teilweise viele Seemeilen und auch Atlantiküberquwerungen auf diesen schlanken Holzschiff bestanden.
Am nächsten Tag trennten sich die Wege der 3 Flottillenyachten. SY Iguazu steuerte weiterhin Kurs Kopenhagen und erreichte dort den Liegeplatz in Nyhavn nach einer Übernachtung und Besichtigung von
Helsingør. Die SY Jenna und die SY Nautilust besuchten das nette dänische Kleinstadt Ebeltoft und kehrten dann nach Ballen auf Samsø zurück, um hier 3 Hafentage wegen zu starker Winde aus Südwest einzulegen.
Bei Radtouren wurde deshalb die Insel Samsø erradelt.
Die Crew der Iguazu erkundete wie geplant bei einem Hafentag die dänische Metropole Kopenhagen. Der
Liegeplatz, nahezu mitten in der Stadt, begünstigte den Stadtbummel, wenn auch wegen kurzer heftiger Regenschauer mehrfach Schutz in Museen oder Kaufhäusern gesucht werden musste. Das Abendessen
konnte aber schon wieder im Freien in Nyhavn eingenommen werden.
Über Rødvig, Karrebæksminde und Lohals auf Langeland beendete die Crew der SY Iguazu die Umrundung
Seelands. Am gleichen Abend erreichten auch die beiden anderen Crews die Südwest Ecke Seelands im Hafen Korsør. Nun wieder in Seefunk Reichweite passierten alle 3 Flottillenyachten den Svendborg Sund.
Während die beiden Yachten Jenna und Nautilust wegen der angekündigten West bis Südwestwinde bis zum Hafen Søby auf Ærø durchstarteten, steuerte Iguazu den Handelshafen von Svendborg zur Übernachtung an.
Während die Crews der beiden Yachten in Søby die Insel Ærø per Bus mit der „Puppenstube“ Ærøskøbing und Marstal an zwei weiteren Hafentagen besuchten, segelte die Iguazu bei SW 4 bis 6, in Spitzen 7 Beaufort
in die romantische Dyvig Bucht auf Alsen. Am folgenden Tag, nach einem Abstecher nach Augustenborg, dann durch den geschützten Alsen Fjord und Alsen Sund nach Sønderborg mit Liegeplatz am Holzbollwerk unterhalb des Schlosses.
Am Freitag, dem 15. August und letzten Segeltag starteten dann die Yachten von Søby und Sønderborg zum Heimathafen Flensburg, den alle Crews wohlbehalten nach rund 307 bzw. 430 sm erreichten. Hier feierte die
Hafenstadt ein Treffen von Traditionsseglern, angeführt durch die 3-Mast Bark Gorch Fock, abgeschlossen mit einem grandiosen Feuerwerk über der Förde. Der Reisebus am nächsten Tag brachte uns wohlbehalten
gegen 20 Uhr nach Stuttgart.
Das Wetter zeigte sich von der kühleren und windigen Seite. Sonne, Wolken und gelegentliche Regenschauer begleiteten die Crews in den 2 Wochen.
Soweit der Bericht vom nautischen Koordinator und Skipper der SY Iguazu, Manfred Cwik, der sich beim administrativen Organisator Gerhard Frank sowie den Skippern Gert Dieterich (SY Nautilust) und Heinz Stodiek (SY Jenna) für die gute Zusammenarbeit bedankt.
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Ostsee 2008