Motorworkshop in Gohren am Bodensee
gesehen mit den Augen einer Unwissenden

 

Vor Beginn der Segelsaison wurde von der Segelsparte ein Motorworkshop im  Schulungsprogramm angeboten. Aus diesem Grund hatte sich eine Gruppe von 10 Seglern, darunter auch zwei Segeljunioren und eine Seglerin, am 24. April in Gohren am Bodensee getroffen.

Zur Stärkung für das, was nun auf uns wartete, und zur Entspannung nach der teils hinderlichen Anfahrt nach Gohren, bedingt durch Umleitungen wegen eines Unfalls, gab es erst einmal einen Cappuccino/Kaffee/Tee, je nach Lust und Laune, um dann kurz nach 9.00 Uhr mit dem Teacher zusammen in den Schulungsraum im Neubau der Segelschule Schattmaier zu wandern.

Die ausgeteilten Handouts waren ein kleiner Leitfaden unseres Instruktors für alle Probleme, die man mit einem Motor haben kann, aber hauptsächlich für uns als Gedächtnisstütze für zuhause gedacht. Mit sehr großem Sachverstand, den er sich durch eine langjährige Tätigkeit bei einer großen Motorenfirma sowohl bei Auslands-
wie auch Inlandstätigkeit erworben hat, führte er uns in alle Funktionen des Motors ein. Wir konnten ihn ständig nach allem fragen, er wusste stets eine plausible und gut verständliche Antwort. Selbst ich, als totaler Motor-Analphabet, habe sehr viel verstanden und ich weiß nun, wo der Keilriemen sitzt, welche Filter wo angebracht sind und wann sie ausgewechselt bzw. wie gereinigt werden müssen. Auch was es mit den Batterien auf sich hat, wann man erkennt, wenn die Zündkerze evt. die Schuld bei Motorproblemen hat und dass man auch immer den richtigen Treibstoff einfüllen muss, je nach Art des Motors, ob innen oder außen. Die sehr lockere und leichte Weise, wie er uns an seinem Wissen teilhaben ließ, machte die Stunden mit ihm sehr kurzweilig und interessant.

Nach der Mittagspause mit einem Essen im „Bistro Ahoi“ ging es dann ins Freie. Die Sonne schien an diesem Samstag von einem strahlend blauen Himmel und wir konnten ihre wärmenden Strahlen während des Zerlegens eines Außenbordmotors genießen.

Motorworkshop1
Hier wurde uns das Innenleben des Außenborders in allen Details erklärt.Wozu ist dieser Schlauch, was macht man mit jener Klappe, muss sie geöffnet oder geschlossen sein, wo strömt der Sprit rein und wie entsteht dann die Zündung. Für die fast ausschließlich männlichen Teilnehmer natürlich alles vollkommen klar, für mich als Motor-Greenhorn immer noch ziemlich „aufregend“, aber schon toll, wie dies so alles zusammenspielt.
Motorworkshop2

Auf einer Bavaria-Yacht setzte er anschließend die Theorie vom Vormittag in die Praxis um. Hier konnten wir eigenhändig mal einen Motor „anfassen“, uns wurde gezeigt, welchen Knopf wir betätigen müssen, wenn es mit dem Starterknopf nicht so richtig funktioniert, um dann trotzdem den Motor in Gang setzen zu können, wo genau das Seewasserventil sitzt, durch welch lange Schläuche das Seewasser zur Kühlung laufen muss und vieles mehr. Eng gedrängt standen wir um unseren Kurs-leiter herum und lauschten seinen Worten, in die er auch viele persönliche Erlebnisse zur Auflockerung einfließen ließ. 

Wir waren „gut in der Zeit“. Der Referent führte uns gegen 16.00 Uhr zurück in den Schulungsraum, wo noch die eine oder andere Frage geklärt werden konnte. Mit einem Fläschchen Wein als Dank für seine Mühe und viel Applaus haben wir uns alle von ihm verabschiedet. Es war ein sehr gelungener Samstag, an dem wir viel gelernt haben und der mit einem so tollen Team auch viel Spaß gemacht hat. Und da das Wetter so herrlich war, freute sich jeder auf eine fast „urlaubsmässige“ Heimfahrt in einen sonnigen Abend.  

Gudrun Hänisch
das Motor-Greenhorn
 

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